Wegen Umzug auf unbestimmte Zeit geschlossen

14. August 2008

Wegen Umzug geschlossen

Gebt es zu, ihr hättet schon nicht mehr damit gerechnet ;-) Aber nach meinem hundertjährigen Dornröschenschlaf habe ich mich doch noch endlich dazu aufgerafft, die letzten - längst versprochenen und wieder vergessenen - Bilder aus Schweden und Riga hochzuladen, und mich höchstoffiziell an dieser Stelle zu verabschieden.

Die Bilder findet ihr natürlich wieder in der Gallerie.
eine Kirche in Riga

Ich bin wieder heile zurück in Deutschland, genauer gesagt in Karlsruhe, und mein 3monatiges Praktikum bei Bruker ist auch schon wieder zur Hälfte vorbei… wie schnell doch die Zeit vergeht.
Ganz in rosa kann ich meinen Ponyhof aber trotzdem noch nicht streichen… ein paar mehr oder weniger ärgerliche “Verwaltungsangelegenheiten” mit der Uni Stockholm stehen noch aus, meiner neuen Wohnung fehlt trotz intensivster Bemühungen ;-) immer noch der Anschluss ans Internet, und so bleibt mir für das Abrufen der Mails nur der Gang in die Universitätsbibliothek… sofern ich nicht gerade auf “Wochenendurlaub” im schönen Schwarzwald bin!

Wie schon erwähnt, werde ich den Blog damit vorerst für unbestimmte Zeit auf Eis legen… wer trotzdem noch mehr wissen möchte kann mir ja eine E-Mail schreiben, wer ganz mutig ist kann natürlich auch zum Telefonhörer greifen - oder einfach mal “in echt” vorbeischauen ;-)

Ciao und beste Grüße aus Karlsruhe,

Robert

Das Selbstverständnis schwedischer Frauen

28. Mai 2008

Oder: Warum “Emanzipation” in Schweden keine Chance hat.

Nein, das wird keine ethnologisch fundierte Gesellschaftsanalyse.**
Ich möchte ohne Anspruch auf Objektivität oder Zustimmung ein bisschen aus meiner Sichtweise erzählen. Aber wer mich kennt weiss, dass ich meine “Realität” normalerweise nicht aus rosa Bauklötzchen und Plüschwolken zusammenstricke :-)
Meine Formulierungen sind gewollt überspitzt und pauschalisierend, aber so wird mein Gesamteindruck am besten deutlich. Dass der persönliche Charakter von Menschen sehr individuell ist, unabhängig davon wo man lebt, dürfte klar sein.

Während meiner Zeit in Schweden bin ich zu dem Eindruck gekommen, dass zwischen Männern und Frauen ein starkes Gefühl der Gleichwertigkeit herrscht. Das soll heissen, dass das Bild von der Beziehung zwischen den Geschlechtern auf derselben Ebene (auf “Augenhöhe”) ist.

Ich habe bewusst nicht den Begriff Gleichberechtigung verwendet, weil er im Deutschen einen faden Beigeschmack hat. Das schwedische “Verständnis” der Frau ist dem deutschen nicht “voraus”. Denn das würde bedeuten, dass sich das deutsche Bild in die Richtung des schwedischen weiterentwickeln würde oder könnte.
Das schwedische Bild führt die “typisch deutsche Emanzipation” eher ad absurdum.

Denn die deutsche “gleichberechtigte Frau” in Hosenanzug und “modischem Kurzhaarschnitt” versucht, dem Mann ein Schnippchen zu schlagen und auf seine Stufe zu klettern (oder am besten noch eine Stufe weiter), und versucht im gleichen Zug den Mann eine Stufe zurückzuschieben, quasi zu “Kinderwagen und Waschmaschine”. Alleine mit diesem Versuch wird allerdings deutlich, dass so eine Frau (unterbewusst) dieses Modell schon verinnerlicht hat, in dem es keine selbstverständliche Gleichwertigkeit geben kann.

Die schwedische “gleichwertige” Frau muss sich aus Prinzip schon keine Gedanken über ihre “Position auf der Leiter” machen, weil eben dieses Leiterdenken nicht existiert. Deshalb kann eine Frau hier eher ihr eigenes Lebensbild ausleben, ohne sich am männlichen Bild zu orientieren. Plakativ könnte man sagen, eine Frau kann hier seriös und gleichzeitig sexy sein.***
Etwas provokativer (im Hinblick auf die deutsche “Emanzipationsbewegung”) könnte man sagen, eine Frau kann hier seriös und gleichzeitig weiblich sein.

Das alles betrifft jetzt eher den Blick auf “die Bevölkerung” in ihrer Gesamtheit.

Natürlich kann ein Mann hier im Einzelfall wie ein “Macho” oder ein “Softie” wirken, natürlich kann eine Frau wie eine “Haustante” oder eine “Business-Streberin” wirken, aber das bezieht sich dann auf den jeweiligen persönlichen Charakter und man würde es nicht (jedenfalls nicht zuerst) mit dem jeweiligen Geschlecht begründen.

Deshalb würde ein Ausflug einer “deutschen Frauenvereinigung” nach Schweden sicher ein skurriles Bild bieten:
Während nämlich dieser “deutschen Emanze” bei der Begegnung mit einem Mann mit Kinderwagen wohl ein befriedigtes Grinsen über die Lippen huschen würde, würden Schweden dieser Reaktion mit Unverständnis begegnen. Die (hämische?) Freude über diese “Errungenschaft der Frau” setzt nämlich das “Stufen-Denkmodell” der deutschen Emanze voraus, das bei Schweden einfach nicht vorhanden ist.

Anmerkung: Da mein Notebook ja leider kapOtt ist und ich keine Bilder mehr ins Netz stellen kann, und jetzt auch etwas mehr Zeit habe, dachte ich ich sorge ein bisschen für unterhaltsame Texte. Dank meiner faszinierenden malerischen Fähigkeiten ist es mir in diesem Fall allerdings auch möglich, den Text durch eine atemberaubende Illustration zu ergänzen:

Männlein und Weiblein

Ciao & gleichwertige Grüsse aus Schweden

P.S. Bilder von der Sangriaparty gibt’s leider keine. Nicht auf meiner Camera und aufgrund der “technischen Einschränkung” leider sowieso nicht hier im Blog. My apologies!

**Das dürfte einerseits beruhigend sein, denn es gibt eine Studie die herausgefunden hat, dass Studien oft die (unterbewusste oder bewusste) Meinung des “Studierenden” durch suggestive Deutung/Auslegung von “Messdaten” sowie das vom Autor wahrgenommene Weltbild in ein “objektives Fundament” zu giessen versuchen.
Auf deutsch: Es kommt raus was rauskommen soll.
Andererseits reduziert es den Sinn des Artikels einzig auf die Unterhaltung des Lesers - und Glaubwüridgkeit entsteht nur durch das persönliche Vertrauen in meine “Wahrnehmung” :-)

*** Ein Zeichen davon ist zum Beispiel der Kleidungsstil, der vielseitiger, bunter und manchmal extremer ist als bei uns. Das ein entsprechendes Outfit nicht so schnell “billig” wirkt wie in Deutschland führt unter ungünstigen Umständen allerdings auch zu Erscheinungen, die über den “Abrund des guten Geschmacks” doch einige Schritte hinausgehen. Deshalb bin ich froh (und hoffe!!), diese ein oder andere Entgleisung in Deutschland niemals zu sehen zu bekommen ;-)

Das ist das Ende…

26. Mai 2008

… jedenfalls von meiner Studienzeit an der KTH :-)

Heute morgen habe ich meine letzte Prüfung abgelegt: “Fourier Analysis” - eine mündliche Prüfung, die ganze 1:10 Stunden lang ging… üblicherweise gehen solche Prüfungen in Deutschland circa 25-35 Minuten, von daher hatte ich das Gefühl, den ganzen Tag lang an der Tafel zu stehen und irgendwelche Beweise vorzuführen.

Dank meines messerscharfen Gedächtnisses und meiner unendlichen(!) Kompetenz habe ich es geschafft, genau 57 Minuten zu spät zum Prüfungstermin zu kommen - urgs - vermutlich hatte ich ihn falsch notiert (hatte ich ihn notiert? ich bin mir nicht mehr sicher…), oder die Absprache war ein Missverständnis… wie auch immer.**

War aber kein grosses Problem (wobei man da schon etwas nervös wird), und nachdem wir uns wenige Minuten später darauf verständigt hatten, dass schwedisch als Prüfungssprache nicht in Frage kommt (extrem fehlender Wortschatz meinerseits) und deutsch auch nicht in Frage kommt (fehlende Fachausdrücke meinerseits, und wirklich viel verstanden hat der Prüfer auch nicht) waren wir bei englisch angekommen - was eigentlich von Anfang an klar war :-)

Der Vorschlag meines Profs, die Prüfung in schwedisch oder deutsch zu machen, hätte sicher seinen Charme gehabt. Allerdings kam es mir nicht wirklich auf den “Charme” an, den eine 70minütige mündliche Prüfung auf mich “versprüht”, und mein Prof wird sich dann mit den letzten 5 Minuten smalltalk auf “dengledisch” begnügt haben :-)

Alles in allem ist die Prüfung aber super gelaufen, und nachdem ich “einige Augenblicke” später das Gefühl hatte, nahezu das komplette Fach wiederholt zu haben, war’s auch schon vorbei.

Alle die sich jetzt denken “Was soll der Murx? Schreib einfach die Note und gut is.” muss ich leider enttäuschen… Noten gibt’s erst nächste Woche, zusammen mit den noch ausstehenden korrigierten Übungsblättern. Aber es dürfte ganz ordentlich werden, und so kann ich mich jetzt den “wichtigen” Dingen eines Auslandssemesters widmen…. Sangriaparty im Studentenwohnheim am anderen Ende der Stadt.

Sonnige Grüsse aus dem hohen Norden!

** Alle die sich jetzt denken: Klar wird er da 70 Minuten geprüft: Meine (deutlich pünklicheren!) Studienkollegen hat es genau gleich “getroffen”.

Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten und etwas mehr Zeit

16. Mai 2008

Hallo zusammen,
zuerst die gute Nachricht: nach 4 Tagen sehr intensiven Lernens (7-9 Stunden Mathe/Tag) habe ich nun endlich meine erste Mathe-Prüfung (die sich auf sehr sonderbare Weise von Mittwoch auf Mittwoch und Donnerstag “ausgedehnt” hat) hinter mich gebracht, und dabei ein ganz ordentliches Ergebnis erzielt.

Die Zeit war für mich in vielerlei Hinsicht exterm, unter anderem auch weil es doch recht stressig geworden ist und weil (und das ist die schlechte Nachricht) sich mein Notebook leider verabschiedet hat. Die Daten sind zwar noch da, aber das Display ist futsch… damit ist das Notebook fast nicht mehr zu gebrauchen, auch wenn man einen externen Monitor dranhängen und dann “normal” damit arbeiten kann.
Ein Displaywechsel wäre wohl teurer als das gesamte (immerhin über 3 Jahre alte) Notebook noch wert ist…

Immerhin wird für mich das Lernen auf die nächste Prüfung etwas entspannter, weil ich diesmal mehr Zeit habe. Gestern abend war ich auch mal wieder ein bisschen unterwegs - bowlen und danach “feiern” - das war auch mal wieder nötig.

Ausserdem werde ich demnächst schon meinen Auszug aus Stockholm einleiten - nächstes Wochenende kommen Ellis Eltern mit dem Auto und ich kann einige meiner Sachen schonmal nach Uppsala bringen.

Allgemein werde ich jetzt wohl nicht mehr so häufig schreiben, und auch mit Bildern wird es etwas schwieriger…

Trotzdem ganz liebe Grüsse in die Heimat!!!

Quarnevalen und Karibiktemperaturen

11. Mai 2008

Schweden, das Land der Elche und des ewigen Eises? Von wegen!
Denn alle 3 Jahre findet hier „Qualnevalen“ statt, ein mehrtägiges Fest, dessen Höhepunkt eine Parade durch die Stadt ist – mit „selbstgebauten“ Fahrzeugen aller Art von studentischen Gruppen.

Außentemperatur vor meinem Fenster

Und geradezu lateinamerikanisch war auch das Wetter gestern: gegen halb 12 hatte es 23 Grad, gegen halb 2 ganze 25 Grad im Schatten! Und das in Schweden! Anfang Mai! Unglaublich…

Lustigerweise fand die Vorbereitung für den Umzug auf dem Unigelände – und damit genau vor meiner Haustüre – statt. So hatte ich es auch nicht schwer einen recht guten Platz direkt am Anfang des Umzugs zu finden – der Umzug selbst ging mehrere Kilometer durch die ganze Innenstadt!

Garde

Wie zu erwarten gab’s sehr unterschiedliche Gefährte: für Musikliebhaber, für den Technikfan, für Partymenschen, für die Frauenwelt und auch für’s „Männerauge“ war was dabei!

Laufauto

Bilder mit vielen Kommentaren findet ihr wie immer in der Galerie – gerade bei diesen Bildern lohnt es sich wirklich!
(Rechts oben auf “Bilder” klicken, Galerie „Quarnevalen“ auswählen, Bilder vergrößern mit „Größe“ rechts oben… wie immer halt.)

Mein Schwedischtest ist ganz gut gelaufen… „easy mode“ halt… jetzt kommt der große Bammel vor der Prüfung am Mittwoch, für die ich bisher noch garnichts gemacht habe.

Deshalb bin ich auch schon wieder wech… lernen und so… liebe Grüße von der Karibikinsel Schweden!

Valpurgisnacht und ein Mai ohne Maibaum

4. Mai 2008

Demonstranten, Krawalle, Rechte, Autonome und brennende Autos: was sich in Deutschlands Großstädten am 1. Mai abspielt, ist hier in Schweden kaum denkbar.

Hier trifft sich an „Valborg“ (Valpurgisnacht) und „Kvalborg“ (das ist der Abend vor Valpurgisnacht) halb Schweden in dem Städtchen Uppsala, um ausgelassen, friedlich und fröhlich zu feiern. Ganz vorne dabei sind natürlich Studenten und Abiturienten, aber auch das sonstige „Jungvolk“ Schwedens lässt sich nicht lumpen und einige neugierige Vertreter der „älteren Generation“ wagen auch einen Blick (und ein paar vorsichtige „Tanzbewegungen“) in der Stadt.

Ekonomiska Park

Fast überflüssig zu erwähnen, dass ich natürlich auch mit am Start war – ideale „Quartiersbedingungen“ waren ja gegeben.
Das Abendprogramm an diesen beiden Abenden teilt sich in 2 Gruppen auf: Leute mit „Nationskarte“ (oder Nationsgästekarte) und alle anderen.

„Nationen“ sind die Studentenorganisationen von Uppsala, die verschiedene Gebiete in Schweden repräsentieren und denen sich jeder Student aus Uppsala (schallalalllala, schallalalllala) anschließen muss. Welcher Nation man sich anschließt, bleibt allerdings jedem selbst überlassen. Man kann sich das etwa wie die „Häuser“ in Harry Potter vorstellen, jede Nation hat ihr eigenes Haus in der Stadt, und übernimmt neben Party- und Kneipenbewirtung im jeweiligen Haus auch soziale Aufgaben wie Studentenberatung, psychologische Beratung und Ähnliches.

Aber zurück zu (K)Valborg: An diesen Abenden hat natürlich jede der 13 Nationen ihre „Festräume“ geöffnet – die meisten davon sehr schön im „alte Villa“ Stil mit hohen Wänden, Parkettböden und schönen Bars aus Eichenholz.

Um reinzukommen, muss man – neben dem regulären Eintrittspreis (~10 EUR) – noch über eine Studentenkarte aus Uppsala oder als „Gastbesucher“ über eine „Gast-Studentenkarte“ verfügen (nochmals 10 EUR für diesen Zeitraum).

Dass sich diese Entscheidung lohnt sieht man abends sehr schnell.. so gegen 20-21 Uhr leeren sich die Straßen allmählich und in den Nationen fängt das Nachtleben an – nicht selten mit 500 Personen pro Nation.

Mein „Valborg 2008“ hat schon am Nachmittag (29.4.) angefangen, als ich mich mit Ellinor und ihrer Klasse an einem kleinen Rasenstreifen am Fluss getroffen habe, wo wir gepicknickt und uns schonmal für den Abend eingestimmt haben.

Bootskampf

Danach ging es zusammen in die Nation „Norrlands“, wo bei passabler Musik (etwas mehr Rock hätte nicht geschadet) eigentlich eine ganz ordentliche Stimmung war. Außerdem ist ein „Jägermeister-Promotion-Team“ dort gewesen, die alle möglichen Jägermeister-Sachen (Mütze, Halstuch, Schlüsselbänder, Blumenketten,…) verteilt haben :-)

Allerdings sind wir „schon“ um halb eins nach Hause gegangen, weil wir uns am nächsten Morgen zum traditionellen Frühstück treffen wollten und danach das Floßrennen auf dem Fluss anschauen.

Das Frühstück ist zwar „ausgefallen“, aber zum Floßrennen um 10 Uhr haben wir es dann trotzdem geschafft. Das Rennen war zwar eher ein Kriechen, da es auf dem Fluss quasi keine Strömung gibt, dafür waren die Flöße aus großen Styroporblöcken herausgeschnitten und lustig gebaut und bemalt.

Das ganze hat sich allerdings sehr lange hingezogen, und so sind wir um 11:30 Uhr (nach 45 von 100 Flößen) dann weitergezogen in den „ekonomiska park“, eine riesige Rasenfläche, auf der neben vielen Tausenden Studenten auch eine große Bühne und einige Fressbuden aufgebaut waren.

Elli im Park

Alkoholverkäufe hat man allerdings vergeblich gesucht: dazu gibt es in Schweden sehr strenge Auflagen und man braucht eine Lizenz, die an eine Gaststätte oder etwas ähnliches gebunden ist.

Nach ein paar Stunden herrlicher Sonne und Entspannung ging’s dann zu Elli’s Tante zum Mittagessen, und danach nach einer kurzen Pause zur „Pre-Party“ in ihrem Wohnheim-Korridor und schließlich wieder nach „Norrlands“ - diesmal mit den Korridor-Mitbewohnern!

Geburtstags- und Abschiedsparty im Korridor

Der nächste Morgen (ca. 13:30 Uhr) und überhaupt der nächste Tag waren sehr ruhig, nur Abends gab es noch eine Geburtstags- (Matilda 21) und Verabschiedungs- (Antti zurück nach Finnland) Party auf dem Korridor. Also ein „runder“ Abschluss, bevor ich Freitag morgens um 9 Uhr todmüde nach Stockholm zurückgefahren bin :-)

Bilder gibt’s wie immer ein paar in der Gallerie.

P.S. Bilder vom Picknicken habe ich leider noch keine… hoffentlich bekomme ich die noch.

P.P.S. Der berühmte schwedische „Maibaum“ ist leider ein „Mittsommerbaum“ und wird erst im Juni aufgestellt… 10 Tage nachdem ich abgereist bin :-(

Besuch… und der erste Sommer

22. April 2008

GrillDer Sommer kommt, das Jahr ist „angegrillt“, es wird warm… und mein Rückflug ist gebucht :-(

Da wird man schnell ein wenig sentimental, denn Schweden fängt gerade an aufzublühen. Wenn ich so aus meinem Fenster schaue – zugegebenermaßen ein wirklich super Anblick – sowas werd ich in Karlsruhe wohl vergeblich suchen.

Dafür dürften die nächsten Wochen hier umso schöner werden… ich lass mich überraschen!

Grillen - Elli und Angela

Ich habe auch endlich die lang erwarteten Bilder von dem Besuch von Felix und Wolfgang und vom Besuch meiner Familie in die Gallerie gestellt!! Dazu muss ich sagen, dass wir wirklich – trotz mäßigem Wetter – eine super Zeit hier hatten, sowohl bei unserer „Tour“ durch Stockholm als auch bei der Fahrt nach Uppsala und Borlänge. Diesmal gibt es wirklich einen Haufen (lustige!) Bilder, insgesamt sicher 50-60 Stück.

Elch

Ein kleiner Tipp noch zur Nutzung der Gallerie: Wenn ihr die Bilder in voller Größe sehen wollt, wählt oben rechts in der Ecke das größte Format – meistens 640×480 oder 640×427 – aus.

Ciao und liebe Grüße aus dem sommerlichen Frühling

Cruise nach Helsinki

10. April 2008

Jetzt ist schon zehnter April… wie schnell die Zeit doch vergeht!
In Zwischenzeit habe ich meine Testergebnisse – und mit 29 von 50 Punkten zwar bestanden, aber nicht gerade glorreich. Genausowenig glorreich ist die Note.. D auf einer Skala von A bis F ist… naja… halt nicht glorreich ;-)

Fähre

Endlich habe ich mir mal die Zeit genommen, die Bilder aus Helsinki zuzuschneiden und hochzuladen. Ihr findet sie in der Galerie!
Der Trip selbst war super!! Wir sind abends um 17 Uhr auf die Fähre, haben dort gefuttert, gestaunt, im Duty-Free-Shop eingekauft ;-) und abends das Abendprogramm („Bollywood“-Bühnenshow) genossen und etwas gefeiert.

Am nächsten Morgen hat die Fähre in Helsinki angelegt und wir haben uns Finnlands Hauptstadt angeschaut.

Abends um 17 Uhr ging’s dann wieder – mit demselben Programm – zurück nach Schweden. Alles in allem ein sehr lohnenswerter Trip, auch wenn Helsinki als Touristenattraktion lange nicht so „ergiebig“ ist wie z.B. Stockholm. Ich werde auf jeden Fall nochmal so einen Ausflug machen… für 25,- EUR im 2er Zimmer kann man da wirklich nichts sagen! Nächstes mal geht’s aber eher nach Tallinn (Reval)… die Hauptstadt von Estland fahren die Fähren nämlich auch an!

Ein paar weitere Kommentare findet ihr bei den Bildern… und die Bilder vom Besuch von meinen Studienkollegen Wolfgang und Felix und von meinen Eltern folgen in den nächsten Wochen – wenn die „Besucherflut“ wieder nachgelassen hat :-)

Bis dahin liebe Grüße – und ganz speziellen Dank nach Nürtingen!! :-)

Robert

Das Ende eines Kapitels

1. April 2008

Heute habe ich das Ende eines Kapitels erreicht… aber es ist wohl eher so, als hätte jemand die letzten Seiten herausgerissen.

Aber von vorne: Gestern erhielt ich die Ergebnisse von meiner Prüfung „Adaptive Signal Processing“ vor 2 Wochen… und bin durchgefallen!
Wobei, mit 6,5 von 50 Punkten (benötigt waren mindestens 23) bin ich wohl eher meilenweit darunter durchgekrochen. Jenseits von gut und böse - nichts zu diskutieren.

ASP results

Doch das eigentliche Problem ist ein anderes.

Ich habe hier nämlich nur das Minimum an möglichen Kursen belegt, und da mir dieser Kurs jetzt nicht anerkannt wird, erfülle ich die „studying requirements“ der KTH Stockholm nicht mehr!

Deshalb war ich bei meinem Fachkoodrinator, um die Sache zu besprechen. Mein „Notfallplan“ war, mich für einen weiteren Kurs anzumelden. Doch die Kurse der 2. Periode haben nach Ostern (also letzten Dienstag) begonnen, späteste Anmeldefrist war der 22.3., oder wie mein Fachkoordinator sagte: „If you had gone to the first lecture, that might have worked, too.“
Nur war die letzte Woche… und nicht heute… und vermutlich werde ich deshalb in den nächsten Tagen als Konsequenz meine Exmatrikulation erhalten :-(

Wie lange ich noch in Schweden bleiben kann, weiß ich nicht genau. Denn das fatale ist, dass mein „right of residence“, also mein Wohnrecht hier in Stockholm an mein Studium an der KTH gebunden ist: Kein Studium, keine Wohnung.

Im Moment bin ich sehr verwirrt und dabei, die ganze Sache irgendwie in den Griff zu bekommen.
Vermutlich werde ich im Laufe der Woche erstmal zu Ellinor nach Uppsala ziehen, falls mein „right of residence“ erlischt, und mich dann um alles Organisatorische und eventuell einen Rückflug kümmern.

Da das neue Semester in Karlsruhe Mitte April anfängt, hätte ich eventuell die Chance, mein Studium in Karlsruhe erstmal fortzusetzen und mein Praktikum bei Bruker zu verschieben… aber das sind Sachen, um die ich mich frühestens in ein bis zwei Wochen Gedanken machen kann.

Ich werde mich auf jeden Fall sehr bald bei euch melden.. im Moment brauche ich erstmal etwas Ruhe, und dann sehr viel Organisation und starke Nerven.

Noch ein Hinweis für alle, die mich in Stockholm besuchen wollten: Bitte versucht, euren Flug abzusagen/zurückzuerstatten!! (Ruft mich vorher am besten kurz an.) Ihr könnt mir glauben, es tut mir selbst unendlich leid, aber so wie es im Moment aussieht, ist ein solcher Besuch im Moment für mich unmöglich!

Wie so etwas eine Stadt doch in ganz anderem Licht erscheinen lässt… mit allerherzlichsten Grüßen aus Stockholm

Robert

———

Edit (15:00): Gemäßig britischer Tradition ist 12pm Schluss mit lustig, und damit der Shock nicht zu groß wird, ein paar Fakten am Rande:

  • Man kann natürlich auch in Schweden jede Prüfung 2mal schreiben.
  • Es ist der KTH herzlich egal, wieviele oder wenige Kurse ich hier bestehe.. ist ja mein Studium.
  • Die Leute hier sind sehr nett und hilfsbereit… notfalls könnte ich mich vermutlich auch noch Wochen später für einen Kurs einschreiben - falls ich mir das zutraue.
  • Schweden ist ein EU-Land und somit kann hier jeder EU-Bürger wohnen - finanzielle Absicherung vorausgesetzt.
  • Mein Mietvertrag läuft bis Ende Mai :-)
  • Ich habe eine kranke Phantasie
  • Heute ist natürlich 1. April
  • Und zuguterletzt sind meine Prüfungsergebnisse leider noch garnicht da :-(

*seufz*

(Eigentlich wollte ich die Kommentar-Funktion abschalten… irgendwas ist da schief gelaufen.) 

Besuch, Stockholm und die Vasa

28. März 2008

„Immer wenn ihr denkt ich leb’ nicht mehr, gib ich ein Lebenszeichen her.“

Robert Winkler, *1984

Kriegsschiff Vasa

Endlich sind die Bilder von Yvonnes und Martinas Besuch online. Da es von unserem Trip nach Helsinki aber haufenweise schöne Bilder gibt, die ich euch (teilweise :-) ) nicht vorenthalten will, werden die Bilder ein extra Album bekommen… irgendwann. Bis dahin findet ihr erstmal die „restlichen“ Bilder von unserer Sightseeing-Tour in Stockholm, dem Besuch des Vasa-Museums*, dem Tagesausflug nach Vaxholm in die Schären vor Stockholm und ein paar andere lustige Bilder.

Vaxholm Küste

Besonders Vaxholm ist ein wirklich schöner, traditionell schwedischer Ort mit vielen bunten Holzhäusern. Aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte, und dortgewesen zu sein mehr als tausend Bilder ;-)
Um euch eine Million Worte zu ersparen kommt am besten selbst vorbei – oder, das zweitbeste was ihr tun könnt, ladet euch eine ZIP-Datei mit meinen schönen Desktop-Hintergründen (verschiedene Größen) runter, die ich erstellt habe.

ZIP-Datei downloaden

So long, und grillt mir ein Schnitzel mit falls ihr den ersten Grill anschmeißt!

* Eine wirklich erstaunliche Ausstellung, die sich ganz dem alten Kriegsschiff „Vasa“ widmet, das 1628 vor Stockholm sank, kaum dass es aus dem Hafen ausgelaufen war.

Back to Life

25. März 2008

Jetzt ist es schon eine ganze Zeit her, dass ich zum letzten Mal etwas geschrieben habe… mea culpa in diesem Sinne! Allerdings war auch einiges los hier in den letzten Wochen… erst die E-Technik-Prüfung (deren Ergebnis immer noch aussteht – allerdings nicht großartig werden wird), dann ein Tag Snowboarden und dann der Besuch meiner Cousinen Yvonne und Martina, inklusive einem „Kurztrip“ nach Helsinki auf einer Fähre.

Über den Besuch von Yvonne und Martina und über Helsinki erzähle ich die nächsten Tage mal, anbei aber ein paar Bilder von meinem Snowboard-Trip nach Romme – ein Ski-Ort ganz in der Nähe von Ellis Heimatort „Borlänge“.

Snowboarden Topline

Die internationale Studentenvertretung ISS hatte den Ausflug organisiert, und Sonntag morgens um 6:45 fuhr der Bus an der Uni ab… übrigens dem Morgen nach der großen „After-exam-Party“ … den Rest könnt ihr euch denken :-) Die Busfahrt ging 2,5 Stunden nach Norden, und die Aussicht auf’s Land war wirklich schön!

Anfahrt nach Romme

Das Wetter erwies sich – zumindest vormittags – als wesentlich besser als angekündigt, leicht bewölkt und nicht zu kalt.

GänsemarschAngekommen in Romme wurden wir gleich mit schwedischen Gepflogenheiten konfrontiert:
Der Reihe nach aus dem Bus aussteigen, dort anhand der Anmelde-Nummer in einer Reihe aufstellen und ab im „Gänsemarsch“ zum Ski- und Snowboardverleih.

Elli HüttenHätten wir nicht vorher schon reserviert, hätten wir – ebenfalls typisch schwedisch – eine Wartenummer gezogen und wären auf eine der 12 (durchnumerierten!) Eingangstüren des Skiverleihs zugewiesen worden.

Allerdings gab es auch angenehme Überraschungen: Neben einer Skihütte, in der man wie gewohnt Essen und Getränke bestellen konnte, gab es auch eine „Rast- und Umkleidehütte“, in der man sich umkleiden,

Ellimitgebrachte Rucksäcke verstauen und mitgebrachtes Essen futtern konnte – sehr praktisch und fair!!
Die geliehene Snowboardausrüstung erwies sich als Mist… Metallteile im INNERN des Schuhs, genau auf einem Fußknöchel, was haben die da verloren??? … aber abgesehen davon war es wirklich ein schöner Snowboardausflug!

Das Kartenkarussell

6. März 2008

KartenkarussellJuhu! Endlich! Ich bin Mitglied der THS („Student Union“) und somit offiziell Student an der KTH, und habe nun auch meine Mitgliedskarte. Zusätzlich hat’s noch eine „Studentenkarte“ gegeben, mit der man in allerlei Geschäften mehr oder weniger Studentenrabatt bekommt. (Interessant dürfte hier für die meisten Studenten vor allem das „Apple-Store“ und Flüge mit der Fluggesellschaft FlyNordic sein).

Aber nicht nur als Student, sondern im ganzen schwedischen Alltag gibt es fast einen „Karten-Wahn“ - sogar auf manchen Bussen hier macht die Stadt Werbung, mit EC-Karte statt Bargeld zu bezahlen, damit bei einem Diebstahl nicht so viel Bargeld verloren geht.

Insgesamt komme ich damit auf sage und schreibe 11 Karten: Krankenversicherung, THS-Karte, Fricard (Karlsruhe), Zugangskarte für Universitätsgebäude („blue card“), Studentenrabattkarte, Pendler-Bahnkarte Stockholm<=>Uppsala, Bus-Karte Uppsala, Schwimmbad-Karte „Eriksdalsbadet“, Bankcard und die U-Bahn-Semesterkarte.
Zusammen mit Personalausweis und Führerschein also ein echter Stapel.

Anbei sind auch noch ein paar Bilder, die ich in der Gallerie vergessen habe:

KungshallenInterkulturelle Fressbude:
Die „Kungshallen“ (Königshalle) in Stockholm ist ein Restaurant mit vielen Köchen von der ganzen Welt, wo sich jeder nach entsprechender Vorliebe etwas an dem jeweiligen Stand kaufen kann und man sich dann zusammen in der Mitte der Halle einen Tisch sucht – sehr lecker!

PizzaEs geht doch nichts über selbstgemachte Pizza! Diese hier haben wir in Elli’s Wohnheim gemacht.



SchuheElli und ihre Cousine Jenny beim Schuhe kaufen. Girl’s heaven auf 3 Stockwerken!! (*gähn*)



Zum Abschluss noch ein Blick auf Stockholm von der Brücke zwischen der Altstadt und der Südinsel („Södermalm“) Stockholms. Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende!

Stockholm

“En vanlig dag” - and a big picture-update ;-)

4. März 2008

En vanlig dag“ means – literally translated – an ordinary day. Although there are not so many „ordinary“ days for me here in Stockholm, with so much new to see and to do, there are some things in everyday life that are worth writing about.
The primary language of communication here for me is English, and with respect to this, this article is written in English as well. Sorry for all the non-english-speaking people reading this, should there be any (what I doubt), but you will surely find someone to translate this for you ;-)

Eating habits Swedish people tend to eat more fish than we do. However, this is not something I really get in touch with, except for the larger choice of different fish one finds in food stores.

Food stores What I do notice is that the variety of different types and brands of food is much smaller than in Germany. Even though there are many different supermarket-chains (ICA, Hemsköp, PrisXtra, Coop, 7/11 and Lidl being the most common ones), they often offer the same things from the same brands.
In Germany, we are more used to having different brands and things in every supermarket, except for the really famous brands.

Where is my sour cream? Another thing that I noticed is that there is no „sour cream“ in ANY DAMN SHOP THAT I HAVE EVER BEEN TO, herrgottzacknochmal! I want my wedges with sour cream!!! I bet I could make a fortune selling sour cream to other foreign people here…

TunnbrödBread I think I already talked about bread: It is close to non-existent here. I mean, seriously, if a bread can be eaten for 2 weeks without getting bad or hard or dry or anything, you know there’s something really wrong and it’s not really bread (in a German sense). Anyways, a thing that is really handy (and tasteful!) is tunnbröd. Fill it with whatever you want (cheese, butter, ham and salad is always a good choice!), wrap it, and eat in at home or on your way to classes.

Butter/margarine All butter/margarine is slightly salted, if not stated elsewise on the packing, which I really think is a good thing – makes things more tasteful.

Cereals The choice of cereals is quite big here… remind’s me of the German “Seitenbacher Müsli” number 100 to 999 or something. But there is one big flaw: no choclate cereals!! They have all kinds of fruits, “skogen” (forest), exotic, tropical, apple, pear,… but not a single one with choclate chips in it!! Not even in Lidl (which has many German products) - big disappointment!
Of course, the have different types of choclate flakes (like Kellog’s), but that’s not what I’m talking about.

Student food Who would have expected this? Students are lazy when it comes to cooking on any place in the world, except for Asian and Latin-American students maybe. This means, the freezer is student’s best friend, and min (work) / max (result) is the rule of thumb! Even the French guy living here, though very proud of the „cuisine francaise“, is no exception - although he complains about eating cheese and salami in the morning, and potatoes at 5pm (seriously, what’s wrong with that??)

Ok, this was about food mainly… maybe this is because it’s 11pm, I haven’t had dinner and I’m getting hungry… anyways, I’ll tell more about everyday life at another time, and grab some food.

And, yeah, don’t forget to check the gallery for newly added pictures from february.

See you, greetings to Germany, have a nice week and make sure to leave a comment if you like to do so (English is very much welcome!).

Robert

Oh happy day!

27. Februar 2008

Stellt euch vor, ihr seid in den 30er Jahren, und Veto, ein böser Mafiosi, hat eure ganze Familie umgebracht. Ihr schwört Rache und wollt ihn hinter Gitter bringen, aber auf der einzigen Beweisaufnahme ist nichts zu hören, weil Veto bei dem Gespräch den Fleischwolf hat laufen lassen.

Vetos RouteIhr schafft es aber, die Aufnahme soweit zu verbessern, dass man Veto’s Stimme hören kann, und er kommt hinter Gittern. Natürlich bricht er wieder aus, und ihr müsst ihn jetzt mit 2 alten Radioantennen („Modell: 1. Weltkrieg“) orten und seine Position an die örtliche Polizei weitergeben, die sich überall aufgestellt hat. Die Antennen messen natürlich allen Scheiß… nur nicht die Position von Veto.

Was sich wie ein schlechter 10-EUR-Budget-Krimi anhört, waren meine Projektaufgaben in „Adaptive Signal Processing“… und insgesamt zwei „verlängerte Wochenenden“ Vollzeitarbeit.

Doch jetzt bin ich fertig damit, und alles wird (Wölkchen?) etwas entspannter. Die nächste Prüfung ist am 15. März, und danach hab ich 2 Wochen frei :-)

Also falls noch jemand noch kurzfristig vorbeikommen will, ab 15. März ist die beste Gelegenheit dazu!

Ciao & viele Grüße aus Stockholm

Chapman & Skeppsholmen

21. Februar 2008
Juhe Chapman

Für alle von euch, die vielleicht, wahrscheinlich oder auf jeden Fall nach Stockholm kommen und mich besuchen, habe ich mal einen Spaziergang zu einer Jugendherberge hier in der Stadt gewagt.

U-Bahn RolltreppeZur Information: Zwischen 23. März und 30. März sind noch genügend Betten frei! :-)

Eine Übernachtung kostet mit Jugendherbergs-Ausweis 230 Kronen (25,- EUR), ohne Ausweis 280 Kronen (31 EUR) pro Nacht, bzw. 235 Kronen (25,50 EUR) im großen Schlafraum. Wenn man noch ein Frühstück dazu will, kostet das 65 Kronen (7,50 EUR).

Das ist leider nicht ganz billig, aber für Stockholms Verhältnisse immer noch in Ordnung – wer mal die Hotelpreise angeschaut hat weiß, was ich meine!

Ansonsten haben in meinem Zimmer ja auch noch 2 Leute Platz ;-)

U-Bahn-Station in 50 Meter Tiefe…Die JuHe ist dafür in wirklich feiner Lage, direkt neben der Altstadt. Einen „Rundblick“ habe ich mit meinem Handy gefilmt – leider ziemlich schlechter Qualität. (Rundblick)

Außerdem ist die U-Bahn-Station neben der JuHe wohl die schönste – und tiefste! – in ganz Stockholm (Klick auf die Rolltreppe zum “mitfahren”). Für Kulturinteressiere: Neben der JuHe befinden sich ein paar von Stockholms interessanten Museen. Bis Anfang Mai ist hier außerdem eine große Andy Warhol Ausstellung.

Karte StockholmWie euer Aufenthalt hier in etwa aussehen wird, zeigt meine (stark vereinfachte :-) ) Karte – einfach auf das kleine Bild klicken!

Fasching

14. Februar 2008

FaschingDass hier keiner Fasnacht feiert, hab ich schon zur Genüge erwähnt.
Aber Fasching gibt’s hier trotzdem! So heißt nämlich ein recht angesagter Club in der Innenstadt Stockholms. Und genau in diesem Club waren wir letzten Samstag.

„Fasching – Jazzrestaurant“ steht auf den T-Shirts der Angestellten, aber abends ist das ein Tanz- und Partyclub, der alles zwischen Funk und Twist spielt, und ab und zu etwas ausgefallenere Klassiker (wie z.B. „Lambada“).

Wer rein will, muss allerdings zwei Dinge in Kauf nehmen, die hier in Stockholm bei fast allen Clubs gelten.

Schlange am Eingang1. Eine laaaaaange Schlange am Eingang: die bei manchen Clubs wohl künstlich lang gehalten wird, um den Club attraktiver wirken zu lassen. Kundenfreundlich ist das nicht, aber es gibt hier genug Kundschaft, sodass man sich das leisten kann. Wir haben dann auch sage und schreibe eine Stunde draußen in der Kälte gewartet, bis wir eingelassen wurden (und uns mehrmals überlegt, doch noch heim zu gehen - siehe Foto).

2. Eintritt bezahlen. So ca. 100 Kronen (11,50 EUR) für den Eintritt plus 20 Kronen Garderobe sind hier durchaus üblich…

Alles in allem ganz schön happig und nicht gerade studentenfreundlich. Innen jedoch war der Club - „Fasching“ - wirklich sehr stylisch. Zwei Tanzflächen (eine etwas erhöht) im „Erdgeschoss“, und in 3 Meter Höhe („1. OG“) war eine Art Balkon rings um die Tanzfläche, auf dem man gemütlich an Tischen sitzen und dem Treiben unten zusehen kann.

Dazu holzbetäfelte Wände und echtes sowie künstiches Kerzenlicht.

Alles in allem: Sehr schöner Ort um wegzugehen, ein etwas besonderer Club mit guter Musik, aber meine Besuche dort werden wegen der Wartezeit und den Preisen wohl die Ausnahme bleiben.

Frühling? Frühling!

13. Februar 2008

KTHVorgestern hab ich noch der deutschen Sonne nachgetrauert, heute ist sie schon hier!
Auch an der KTH ist endlich Sonnenschein und ich hab gleich mal eine Tour gedreht auf dem Campus… und „bewaffnet“ mit meinem Handy ein paar Fotos geschossen.

Bibliothek

Auch von der Bibliothek (die ich schonmal erwähnt habe, glaub ich) habe ich ein paar Bilder gemacht.

So schlecht organisiert sie auch ist im Vergleich zu Karlsruhe: rein optisch ist sie wirklich umwerfend!

Die Fotos findet ihr wie immer in der Gallerie.

Ein Stückchen Heimat

12. Februar 2008

Mein letzter Jägermeister ist am Wochenende gestorben, der Schweizer-Schoko-Vorrat geht zur Neige und Zäpfle gibt’s hier auch nicht… außerdem hab ich gehört bei euch ist schon Frühling :-(

Aber Stockholm ist klasse und die Leute hier lustig bis angenehm.

Wanddekoration

Außerdem bleibt ja immer noch ein Stückchen Heimat - „ihr“ hängt jetzt zusammen mit ein paar Schwarz-Weiß-Fotographien aus einem kleinen Laden in der Stockholmer „Gamla Stan“ (Altstadt) an meiner Wand.

Schweizer SchokiUnd Schweizer-Schoki gibt’s hier auch.. im Ausverkauf für 10,- SKR / 2 Stück (etwa 1,15 EUR).

Sollen die Schweden weiter ihre Marabou fressen (grausige Schokolade, mit wenigen Ausnahmen), ich deck mich derweil mit Mövenpick ein :-)

Also, ich halt’s noch ne Weile aus hier!

Eishockey oder: “Sverige, Sverige!”

9. Februar 2008

Eishockey-StadionDie Schweden sind gut in Eishockey. Das wusste ich schon, als ich nach Schweden gekommen bin.
„Russland used to be very good some years ago.“ Das meinte Vlad, mein isländischer Mitbewohner russischer Abstammung.

Und am Donnerstag war ich am Länderspiel Schweden-Russland in Stockholm, zusammen mit ein paar anderen Studenten. Wir haben uns zum Einstimmen schon vor dem Spiel getroffen: Zwei Australier, ein Niederländer, Gareth „der Schotte“ und ich.

Niemand hatte eine richtige Ahnung von Eishockey, irgendjemand hatte im Internet nachgeschaut und herausgefunden, dass ein Spiel wohl 3×20 Minuten geht.

Das Eishockeystadion in Stockholm ist gigantisch (siehe Bild): Von außen sieht es aus wie ein riesiger blauer Ball (natürlich nicht so groß wie ein Fußballstadion, das Spielfeld ist nur etwa halb so lang und halb so breit). Innen ist es recht modern eingerichtet.

SpielDas Spiel selbst ist sehr schnell, da wirkt ein Fußballspiel wie Senioren-Baseball :-)
Dementsprechend oft wird allerdings auch gewechselt: Manche Spieler bleiben nur 30 Sekunden auf dem Feld, nach längeren Spielzügen (2 Minuten) wird meist die komplette Mannschaft ausgewechselt.

Das Pausenprogramm bestand aus Werbung, Musik und einer Eistanz-Choreographie – wirklich unterhaltsam war allerdings nur der Sturz einer der Damen :-)
Lustig: Beide Pausen wurden mit „Feuer frei!“ von Rammstein und ein paar Pyro-Effekten beendet.

PausenprogrammRichtig spannend wurde das Spiel gegen Ende, als Schweden noch von 1:3 auf 3:3 nachzog, Russland erhöhte und Schweden dann in der letzten Minute ohne Torwart und mit 6 Feldspielern auf dem Feld stand. Trotzdem blieb es beim 4:3 für Russland, die schwedischen Fans zogen etwas geknickt ab und wir weiter zur legendären Donnerstagabend-Party im „Café Bojan“.

Ein kurzes Handy-Video aus dem Spiel findet ihr hier (Rechtsklick-> speichern unter…).

Wenn ich mehr Zeit habe, lade ich mal weitere Bilder der letzten Woche hoch… jetzt aber erstmal Frühstück!

Ciao & viele Grüße aus dem nebligen Norden

We shall overcome, we shall overcome… one day.

9. Februar 2008

Am 6. Februar war Silvester. Natürlich nicht für uns, aber im chinesischen Kalender beginnt am 7. Febuar 2007 das „Jahr der Ratte“.
Wer mich kennt weiß, dass ich kein allzu gutes Bild vom „typischen“ Asiaten habe. Natürlich gibt es Ausnahmen, nette, offene, aufgeschlossene Asiaten. Aber meiner bisherigen Erfahrung nach sind viele recht still, und wenn sie etwas sagen ist es meist nicht das, was sie wirklich denken, sondern eher das was sie glauben, dass man von ihnen hören will.
In Karlsruhe habe ich kaum echte Bekanntschaften gemacht. Der Ort mit der höchsten Asiatenquote waren meist die Prüfungsräume in Elektrotechnik, wenn ich als „Winkler“ umgeben war von „Wong“s, „Wang“s, „Ying“,…
Auch hier in Schweden waren meine Erfahrungen anfänglich nicht viel besser. Hier trifft man als Austauschstudent natürlich hauptsächlich andere Austauschstudenten, sei es in englischen Vorlesungen, im Schwedischkurs oder auf ERASMUS-Veranstaltungen.

Im Schwedischkurs sind mir ein paar Asiaten hauptsächlich aufgefallen als die „Alles-Nachmurmler“, soll heißen:
(Lehrerin) „Jag åker bil.
(alle) „Jag åker bil.
(Lehrerin) „That means: I drive in a car.
(wenige) „That means: I drive in a car.

Oder:
(Lehrerin) „Flytta.
(alle) „Flytta.
(Lehrerin) „With double-t.
(wenige) „With double-t.
Sowas nervt nach 2 Minuten. Und der Schwedischkurs ist Montag, 17:00 – 20:30.
Auch in Elektrotechnik haben wir einen „Vor-Murmler“ (von lächerlich einfachen Sachen):
(Lehrer) „..and this finally gives 1/2 + 3/2 = ..
(Chinese guy) „two
(Lehrer) „..two.

DumplingsAm besagten 6. Febrar waren mein Mitbewohner Vlad von einer Chinesin zu einem schwedischen Silvester-Abendessen eingeladen: man trifft sich zum gemeinsamen Kochen und Essen. Wir (Simon und ich) waren auch eingeladen, und so sind wir zusammen hingegangen. Und ich muss sagen: es war ein sehr schöner Abend! Insgesamt waren wir 14 Leute: wir 3, ein weiterer Deutscher, ein Franzose, eine Bulgarin, eine Iranerin, 4 „Nord-Chinesinnen“, eine „Süd-Chinesin“ und zwei Koreaner.

KochenWir haben zusmamen „Dumplings“ (hunderte!! :-) ) gemacht, ein typisches chinesisches Gericht, das verdächtig nach Maultaschen schmeckt (Versucht mal, Maultaschen mit Stäbchen zu essen!!). Außerdem haben die Chinesinnen Chicken-Wings in einer Art Soja-Soße gemacht (mjamm!), eine sehr leckere Kartoffel-Bohnen-Pfanne und eine Fleisch-Pfanne mit Morcheln und Rindfleisch.

Sowohl das Kochen als auch das Essen waren sehr entspannt, man unterhält sich locker, quatscht über die Heimat, Musik, dies und das. Also ein völlig anderes Bild als der „Uni-Chinese“.

TischAm Schluss saßen zwar wieder die „Europa“-Gruppe und die „Asien“-Gruppe zusammen – aber es war trotzdem ein netter Abend und offener, als ich erwartet hätte. Nur Alkohol getrunken wurde nicht.*

* Bis der Franzose gegen halb 12 einen Chartreuse geholt hat. :-)